
Das obige Wandbild im Eingangsbereich der Grundschule Posthausen ist ein anschauliches Stück regionaler Geschichte. Es zeigt die harte Arbeit des Torfstechens – ein wichtiger Teil des früheren Lebens in der hiesigen Moorlandschaft.
Im Hellweger Moor hat das Torfstechen eine lange Tradition, die tief mit der Geschichte der Region verbunden ist. Über Generationen hinweg diente der Torf als wichtiger Brennstoff, insbesondere in Zeiten, in denen Holz knapp oder teuer war. Die Arbeit im Moor war mühsam und körperlich anspruchsvoll: Mit speziellen Torfspaten wurden die feuchten, dunklen Schichten gestochen, anschließend zum Trocknen aufgeschichtet und später abtransportiert. Dieses wird im Wandbild im Eingangsbereich der Schule Posthausen anschaulich dargestellt.
Heute ist das Torfstechen im Hellweger Moor weitgehend verschwunden und hat deshalb vor allem historische Bedeutung. Stattdessen steht der Schutz dieser empfindlichen Ökosysteme im Vordergrund. Moore gelten als wichtige Kohlenstoffspeicher und Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere. So erinnert das Wandbild vom früheren Torfstechen nicht nur an die Lebensweise vergangener Zeiten, sondern auch daran, wie sich der Umgang mit der Natur im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Doch inzwischen sind deutliche Schäden an diesem pädagogisch lehrreichen Wandbild sichtbar, die seinen Fortbestand gefährden. Außerdem werden Überlegungen zur Umgestaltung des Eingangsbereiches der Schule angestellt, welche auch das Gemälde betreffen können.
Aufruf zur Mithilfe
Damit dieses Werk nicht verloren geht, braucht es jetzt Engagement und Unterstützung aus der Gemeinde.
Wichtig dabei ist die Suche nach Informationen zur Künstlerin oder zum Künstler des Wandbildes. Wer Hinweise zur Entstehung, zum Urheber oder zur Geschichte des Gemäldeds geben kann, wird gebeten, sich zu melden. Jede noch so kleine Information kann helfen, die Bedeutung dieses Bildes zu verstehen.
Auch rufen wir diejenigen Bürgerinnen und Bürger, ehemalige Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Kunst- und Heimatinteressierte, die das Bild für die Zukunft erhalten wollen, dazu auf, Ideen zur Erhaltung dieses Bildes zu entwickeln sowie finanzielle und personelle Unterstützung zur Restauration des Gemäldes zu nennen oder zu vermitteln.
Hilfreich sind außerdem Vorschläge, an welchem Ort in der Gemeinde das Gemälde erhalten oder gezeigt werden soll.
Jede Hilfe zählt.
Hilfreiche Informationen und Ideen bitte an folgende Adresse: info@heimatverein-posthausen.de

Comments are closed